Am vergangenen Samstag (4.7.) machten sich 22 Saerbeckerinnen und Saerbecker auf den Weg zum Kloster Dinklage. Zur Begrüßung gab Sr. Carola eine Einführung in die Geschichte der Burg und des Klosters.
Burg Dinklage ist eine der ältesten und bedeutendsten Wasserburganlagen im Oldenburger Münsterland. Ihre Anfänge reichen ins 13. Jahrhundert zurück. Nach einer wechselvollen Geschichte, in der weitere Burgen in der Nähe entstanden, ging das Anwesen Anfang des 19. Jahrhunderts in den Besitz der Familie von Galen über.
Nach dem 2. Weltkrieg überlässt der Graf von Galen die Dietrichsburg einer Gruppe von Benediktinerinnen, die aus dem Osten vertrieben worden waren, in die sie am 8. Juni 1949 einziehen.
Nach und nach bauen und erweitern sie die Anlage zu einem Kloster. Heute leben dort 19 Ordensschwestern nach benediktinischen Regeln. Gebetszeiten und Arbeit prägen den Alltag. Mit einer Hostienbäckerei, mit Kerzengestaltung, Ikonenschreiben und Übersetzungsdiensten verdienen sie ihren Lebensunterhalt. Ein Klosterladen und ein Klostercafé bilden weitere Einnahmequellen. Zu der Anlage gehören noch ein Gebäude mit Gästezimmern und ein Gebäude, in dem Geflüchtete oder Menschen aufgenommen werden, die durch das „soziale Netz gefallen“ sind.
Die Teilnahme am Mittagsgebet in der eindrucksvoll-schlicht gestalteten Scheunenkapelle rundete das Vormittagsprogramm ab.
Nach einem Mittagsimbiss im wieder eröffneten Klostercafé ging es auf dem „Mutweg“ zum zweiten Themenblock. In der Geburtsstadt des „Löwen von Münster“, Kardinal von Galen, hatten vor 5 Jahren anlässlich seines 75. Todestages Grundschüler zum Thema „Mut woher – Mut wozu“ Kunstobjekte gestaltet. 8 von ihnen wurden von einem Designer professionell aufbereitet und sind auf dem Weg zwischen Kloster und der Stadt aufgestellt. Sie waren Anregungen, sich mit dem diesjährigen Jahresmotto der Pfarrgemeinde „gemeinsam Hoffnung wagen“. „Ohne Mut fehlt der Hoffnung die Kraft“, formulierte es einer der Teilnehmer. Und drei weitere erklärten spontan die Absicht, mit Elementen dieses Weges ein Friedensgebet zu gestalten.
Im Backhaus der Burganlage bildete dann eine Ausstellung zum Leben des Kardinals von Galen den Abschluss, bevor es nach Kaffee und Kuchen wieder nach Hause ging.
Das Katholische Bildungswerk St. Georg macht jetzt eine Sommerpause, bevor es im Herbst mit einer dreiteiligen Vortragsreihe „Mit Jesus am Puls der Zeit“ weitergeht.
Alfons Sundermann