Mit dem Dreiklang „SMS“ (Spirit-Music-Silence) trafen Volker Leiß (Blockflöten) und Hans-Ralf Waterkamp (Gitarre und Gesang) am Sonntagabend in der St.-Georg-Pfarrkirche genau ins Schwarze.

Eingeladen hatte der Arbeitskreis Kunst-Kultur-Kirche zu einem besonderen Konzerterlebnis, in dem sich Gedichte, Klänge und Gedanken miteinander harmonisch verbanden. Die Richtung gab das Jahresthema der St.-Georg-Gemeinde vor: Gemeinsam Hoffnung wagen. Melodien und Texte beschrieben Farben und bestimmten den Rhythmus.

„Alles findet heute seine Zeit, damit es schön wird in unseren Herzen“, beschrieb Werner Heckmann vom Organisationsteam in seiner Begrüßung, und er hatte nicht zu viel versprochen. „Jeder Anfang kann zu einer Hoffnung und dem Beginn einer neuen Wirklichkeit werden“, so Heckmann.

„Es ist wirklich wahr, ich habe es selbst geträumt.“ Diesen Gedanken griffen Volker Leiß virtuos mit seinen Flöten und Hans-Ralf Waterkamp mit sanften Gitarrenklängen auf. „Magic Things“ und „Birds of Paradise“ durchfluteten die hohen Gewölbe und erreichten die Besucher in der voll besetzen Kirche.

Fast tänzerisch leicht flossen die Flötentöne über den Klangteppich, den das Gitarrenspiel ausbreitete. In fein abgestimmter Mischung wechselten Textlesungen – professionell vorgetragen von Ellen Reddemann, Ludger Kordt und Alfons Sundermann – und instrumentale Phasen zum Nachdenken, Spüren, Ruhe finden, Kraft schöpfen − oder einfach nur zum Lauschen und Genießen.

Durch alles Dunkel hindurch die Zukunft sehen und Hoffnung wagen – diese Botschaft erreichte die Herzen der Menschen und klang noch lange nach.

Ohne eine Zugabe wollte das Auditorium die Musiker nicht entlassen. Und das alles für einen guten Zweck: Gerne spendeten die Konzertbesucher für das Partnerschaftsprojekt mit St. Theresa in Damongo (Ghana).

Marlies Grüter, WN 18.03.2026