Auf die Spuren des Heiligen Franziskus begab sich vom 9. bis 17. Mai eine 41-köpfige Gruppe – organisiert vom Katholischen Bildungswerk Saerbeck – auf den Weg nach Assisi.
„Die Pilgergruppe war fromm, fröhlich, einander zugeneigt und dem italienischen Wein nicht abgeneigt.“ Die Stationen des Lebens des Heiligen wurden besucht. Dort gab es Berichte zu den Schritten der Berufung, biblische Texte und geistliche Impulse.
In der kleinen Kapelle Portiunkula wurde das Evangelium gelesen, das der Heilige hier hörte und zu seinem Lebensprogramm wurde. In der großen Basilika in Assisi beeindruckten die wunderbaren Fresken aus seinem Leben. Eindrucksvoll waren auch die Besuche von zwei Einsiedeleien Greccio und Carceri, in die sich Franziskus immer wieder zurückzog, um zur Ruhe zu kommen und sich seines Weges in Stille und Gebet zu versichern. Die Armut und Einfachheit der Lebensführung der von ihm gegründeten Ordensgemeinschaft waren hier spürbar.
Daneben rundeten touristische Orte das Programm ab. Eine Rundfahrt um den großen See Trasimeno, ein Eis in der besten Eisdiele Mittelitaliens und eine Stadtführung in Perugia gehörten dazu.
Auch der Besuch der kleinen mittelalterlichen Stadt Gubbio beindruckte. Dort – so ist es überliefert – umarmte Franziskus den Wolf und sagte zu ihm: „Nicht wahr, du bist gar nicht böse, du hast nur Hunger.“ Ein möglicher Weg für den Frieden. Den Anderen versuchen zu verstehen, vielleicht sogar das Böse umarmen, ohne es gutzuheißen. Das wäre ein Weg, der die Welt verändern könnte. Darin war sich die Gruppe einig.
Am Sonntag gegen 19.00 Uhr kehrten die Teilnehmer müde, glücklich und gestärkt in Saerbeck wieder ein.
Werner Heckmann